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 Post subject: ADAC-Pannenstatistik 2009
#1PostPosted: 29. Apr 2010, 12:18 
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Ich fahre einen...: Mazda ;-))
Billiger kann besser sein

Europas größter Automobilklub, der ADAC, hat die Pannenstatistik für das Jahr 2009 veröffentlicht. Mercedes sorgt für eine positive Überraschung. Insgesamt liegen die deutschen Hersteller gut im Rennen, aber auch die Franzosen punkten. Spannend, dass kleine Wagen und Preisbrecher auch mit sehr gut abschneiden.

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Meist finden die "Gelben Engel" einen Fehler in der Elektronik

Mercedes liegt in drei Klassen vorn, und BMW und Audi schneiden insgesamt sehr gut dabei. Das ist Balsam für die deutsche Autoseele. Dennoch hält die Statistik für den deutschen Autofahrer manche Überraschung parat. Französische Autos halten sich sehr gut. In der Klasse der Kleinstwagen räumt der Citroën C1( baugleich mit Peugeot 107 und Toyota Aygo) ab. Danach kommen Fiat Panda und der VW Fox. Die Note "mangelhaft" erreicht der Kleinstwagen Chevrolet Matiz aus den Baujahren 2008 und 2009. Lange Zeit war der Matiz der billigste Neuwagen in Deutschland, das schlechte Abschneiden des Citycars ist enttäuschend. Noch schwerer fällt das schlechte Abschneiden des vergleichsweise teuren smart For Two ins Gewicht. Beim smart passt es überhaupt nicht zum Image, vom Fiat Panda deklassiert zu werden. Für den Kunden kommt es weniger auf die Platzierung in der Statistik an, sondern auf die Note, die der ADAC vergibt: Ein "gut" bleibt auch auf Platz fünf immer noch eine gute Note.

Preiskracher glänzen
In der Kategorie "Kleine Klasse" führt der Mini. Danach folgen der Ford Fusion und der Mitsubishi Colt. Interessant, dass ein sehr günstiger Wagen wie der Colt sich hier so gut platzieren kann. Der Fiat Punto liegt weiter hinten, schafft aber immer noch ein "gut". Auch das Doppel Sandero/Logan vom Billighersteller Dacia fällt mit Spitzenoten auf. Auf Komfort muss man im Dacia vielleicht verzichten, auf Zuverlässigkeit aber nicht.

Teuer muss nicht besser sein, denn das Feld der Kleinwagen schlägt sich insgesamt eher besser, als die Phalanx der teuren Mittelklassewagen. Die ADAC-Noten werden je nach Gruppe unterschiedlich erhoben. Wenn man einfach von Gruppe zu Gruppe "eins-zu-eins" überträgt, ist das Ergebnis nicht ganz exakt - aber dafür umso erstaunlicher. Beispiel: In allen teilnehmenden Baujahren fahren Dacia Sandero/Logan und der Mitsubishi Colt ein "sehr gut" ein. Da kann die C Klasse noch mithalten, aber BMW 3er und 5er und auch Audi A4 und A6 müssen knapp passen, weil "gute" bzw. beim 5er sogar nur "befriedigende" Noten den Schnitt verderben.

In der unteren Mittelklasse belegt die Mercedes B-Klasse den ersten Platz. Es folgen Audi A3 und BMW 1er. Der Peugeot 307 ist hier der letzte im Feld, er kassiert aber immer noch gute bis befriedigende Noten. Die Mittelklasse beziehungsweise obere Mittelklasse wird wiederum von Mercedes angeführt - hier mit der C-Klasse. Jedes der teilnehmenden sechs Baujahre erreicht ein "sehr gut". BMW 3er und Audi A6 belegen die Plätze zwei und drei. Schlusslicht ist der Opel Vectra, drei Baujahre fahren ein Mangelhaft ein. Ein schwache Vorstellung für eine Mittelklasse Limousine.

Trauriges Abschneidne der großen Familienkisten
In den weiteren Gruppen enttäuschen die großen Minivans insgesamt. Selbst Wagen mit Qualitätsimage wie der T5 von Volkswagen oder der Viano von Mercedes fallen gegenüber einem durchschnittlichen Kleinwagen massiv ab. Auch mit einem kleinen Minivan ist man deutlich zuverlässiger motorisiert. Hier schneiden allerdings Renault Kangoo und Opel Zafira katastrophal schlecht ab. Für die Ehrenrettung bei Opel sorgt hier der Meriva. Als Überraschungssieger glänzt der Citroen C4 Xsara/Picasso. Er sieht für einen sogenannten Pampersbomber nicht nur sehr flott aus und wurde teilweise mit sehr günstigen Preisen in den Markt gedrückt, er fährt in jedem Jahrgang ein "sehr gut" ein.

Keine Angaben zu Zulassungsexoten
Die ADAC-Statistik basiert auf den Einsätzen der ADAC Pannenhelfer. Erfasst werden die ein- bis sechsjährigen Fahrzeuge. Um in die Statistik aufgenommen zu werden, ist eine Mindestanzahl von Fahrzeugen notwendig. Über Zulassungsexoten findet man in der ADAC-Statistik daher keine Angaben. Insgesamt wurden 2009 über 2 Millionen Pannenberichte der sogennaten "Gelben Engel" ausgewertet. Häufigste Pannenursachen waren wie im Vorjahr Schäden an der Fahrzeugelektrik (40,8 Prozent) und an der Zündanlage (10,8 Prozent). Motorprobleme sind mit 7,6 Prozent eher selten.

Garantiefälle sind keine ADAC-Fälle
Erfasst werden nur Pannen mit ADAC-Beteiligung, der ADAC schätzt die jährliche Gesamtpannenzahl auf etwa sieben Millionen, gegenüber 2 Millionen eigenen Fällen. Daher haben die Hersteller großen Einfluss auf ihr Abschneiden. Zunächst durch gute Qualität, aber eben auch durch umfassende Garantieangebote. Wenn der der Wagen eine langjährige Car-Assistance-Police mit allem Drumherum besitzt, werden die Fahrer des rundum-versicherten Fahrzeugs nur selten in der ADAC-Statistik auftauchen. Da alle Hersteller vergleichbare Garantieleistungen anbieten, nimmt der ADAC an, dass keine Verzerrung der Bewertung vorliegt. Statistische Vergleiche mit Daten von Serviceeinsätzen im Auftrag von Herstellergarantien stützen diese Annahme. Auf die Angabe von absoluten Zahlen wie "Pannen pro Tausend"-Fahrzeugen verzichtet der Club jedoch.


Quelle:www.stern.de


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