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 Post subject: So günstig kann Cabriofahren sein
#1PostPosted: 23. Aug 2009, 07:33 
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Ich fahre einen...: Mazda ;-))
So günstig kann Cabriofahren sein

Ein Betrüger ist er, ein Spitzbube ebenso wie ein Frauenheld. All das bedeutet die Bezeichnung "Filou". Sie kann allerdings auch noch einen anderen Sinn haben, wenn sie etwa im Zusammenhang mit Autos steht. In diesem Fall beschreibt sie die Serienausstattung des Peugeot 207 CC, der gerade die Regentschaft unter den zugelassenen Cabrios in Deutschland übernommen hat. Was nicht weiter verwundern muss, wenn man den Basispreis des Kleinwagens mit Klappdach sieht: 19 600 Euro - günstiger oben ohne geht es kaum.

Dabei ist die Serienausstattung "Filou" alles andere als ein spitzbübischer Streich des französischen Herstellers. Sie umfasst fünf Airbags, Bordcomputer, ESP eine höhen- wie weitenverstellbare Lenksäule, Nebelscheinwerfer, Zentralverriegelung. Und sogar beheizbare Außenspiegel für kühlere Tage, die in ein, zwei Monaten wieder kommen werden. "Wir verstehen unsere Fahrzeuge als Ganzjahreswagen", sagt Bernhard Voß, Chef des Produktmarketings bei Peugeot.

Seit Juli steht der 207 CC erstmalig in diesem Jahr in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in beiden Bereichen, der Monats- wie der Jahresstatistik der Cabrios, an der Spitze. Mit 1229 monatlichen und bislang 8057 Anmeldungen in diesem Jahr konnte der Peugeot die Cabrioversion des BMW 1er (1001/7982) und den VW Eos (974/6644) hinter sich lassen. Damit ist die Löwenmarke auf dem besten Weg, an den Erfolg des Vorjahres anzuknüpfen. Schon 2008 wurde der günstige 207 CC mit 12 913 Zulassungen beliebtestes Cabrio der Deutschen. Doch nicht nur Peugeotfahrer können das Dach öffnen, ohne dass es ihnen Geldscheine dabei aus der Tasche weht. Unter 20 000 Euro gibt es eine ganze Reihe interessanter Modelle, die von Markenherstellern angeboten werden. Mit besonderer Spannung wird dabei die Cabrioversion des Fiat 500 erwartet, die die Italiener ab 13 800 Euro anbieten. Verkaufsstart ist erst der 5. September, aber schon jetzt sind die Erwartungen an den Erfolg des Kultmobils mit dem Stoffverdeck zweifelsohne hoch.

In der günstigsten Grundausstattung "Pop" erhält man einen 1,2-Liter-Benziner mit 69 PS, der den Kleinstwagen auf 160 km/h beschleunigt und mit 5,1 Liter Verbrauch und 119 CO2 (g/km) noch etwas für das Umweltgewissen tut. Trotz des kleinen Preises ist selbst bei der einfachen Version die Ausstattung recht ordentlich: Knieairbag auf der Fahrerseite, Seitenairbags vorn, Radio mit CD- und MP3-Player und Parksensoren hinten.

Letzteres mag ein wenig bei dem Knirps überraschen, macht aber Sinn: Beim Zurückfahren des Verdecks bleiben die Holme über die gesamte Autolänge stehen und das Dach faltet sich direkt dort zusammen, wo normalerweise das Heckfenster ist. Nach hinten sieht man also bei zurückgefahrenem Verdeck fast nichts, da helfen nur die Seitenspiegel und beim Rückwärtsfahren eben Parksensoren.

Was aber ebenso entscheidend wie erfreulich ist: Der Fiat 500 verfügt gleich einigen der günstigen Cabrios über eine Rückbank. Damit ist er zu mehr geeignet als Zweisitzer à la Mercedes SLK, BMW Z4 oder Mazda MX-5, die nur auf Vordersitzen Platz bieten und dabei das Zwei- bis Vielfache dessen kosten, was kleine Mehrzweck-Cabrios aufrufen.

Dennoch sind die offenen Kleinen wie der Citroën C3 Pluriel oder der Nissan Micra C+C nicht automatisch Verkaufsschlager. Vom Japaner gibt es zum Beispiel nur noch Restbestände im Handel. "In Deutschland ist er noch ganz gut gelaufen, ansonsten gar nicht", sagt Nissan-Sprecher Michael Schweitzer. Im Juli wurden gerade vier C+C hierzulande angemeldet, 2009 waren es bisher traurige 129. So wird auf seinen Bändern im nordenglischen Sunderland künftig eine kleinere Crossover-Version des Nissan Qashqai hergestellt.

Auch der Mitsubishi Colt CZC, ebenfalls ein Zweisitzer mit zwei Notsitzen im Fond, läuft diesen Sommer aus. Ähnlich wie beim Nissan lag sein Einstiegspreis unter 18 000 Euro - und ähnlich niedrig lagen seine Verkaufszahlen mit 560 in 2009. Der reine Zweisitzer, Daihatsu Copen, will trotz eines Preises von 17 990 Euro ebenfalls nicht auf die Beine kommen. 95 wurden in diesem Jahr verkauft.

Zahlen, über die das billigste Cabrio am Markt nur lachen kann: Der smart Fortwo setzte 4777 Stück bis Ende Juli ab, wobei mit der Ausstattung "pure" 13 640 Euro für die günstigste Alternative mit 71 PS investiert werden müssen. Wer noch weniger für einen Neuwagen mit variablem Dach bezahlen will, dem bleibt nur der Kauf etwa eines Dacia Logan und der Einsatz von Flex oder Büchsenöffner - aber so weit sollte man nicht einmal bei Billigautos gehen. Zumal selbst die günstigsten Cabrios mittlerweile eine ordentliche Qualität bieten. Als im Januar 2001 der Peugeot 206 CC mit Klappdach auf den Markt kam, hatte er weder eine Regenrinne auf dem Dach noch automatisch versenkbare Fenster, damit die Dichtungen beim Schließen nicht beschädigt werden. Undichtigkeiten und nasse Hosen waren die Folge. Solche Kinderkrankheiten sind bei seinem Nachfolger längst Vergangenheit.


Quelle:www.welt.de


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