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 Post subject: Wie Daimler einen Partner sucht
#1PostPosted: 10. Feb 2010, 20:24 
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Ich fahre einen...: Mazda ;-))
Der Stuttgarter Fahrzeughersteller gilt als beziehungsunfähig - die Ehe mit Chrysler endete im Debakel. Doch für Singles ist der Wettbewerb schwierig: Daimler drängt es zu einer Verbindung mit Renault.
von Margret Hucko und Heimo Fischer

Jetzt fehlt nur noch das Jawort. Ein echtes Ja statt Ausweichmanövern wie diesem: "Es wäre sicher sinnvoll, wenn wir mit einem anderen Hersteller Komponenten entwickeln. Deswegen eruieren wir diese Möglichkeit, sprechen aber nicht nur mit Renault." Stärker wollte sich Daimler-Chef Dieter Zetsche kürzlich bei einer Reise mit Journalisten nach Abu Dhabi auf keinen Fall festlegen.

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Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG

Zetsche sucht einen Partner für die Mercedes-Kleinwagen-Produktion. Und das schon seit Jahren. Inzwischen gilt Renault als Favorit, aber diesmal, heißt es in Branchenkreisen, sei es verdammt ernst. So ernst, dass eine Verkündung der Partnerschaft kurz bevorstehe. Auf dem Automobilsalon in Genf Anfang März soll es so weit sein, heißt es in Beraterkreisen. "Wir versuchen in solchen Fällen natürlich, eher früher als später ein Ergebnis zu erzielen", kommentiert ein Daimler-Sprecher vorsichtig.

Schon mehrmals platzte bei Daimler eine Zusammenarbeit in letzter Sekunde - weshalb die Stuttgarter in Bündnisangelegenheiten zurückhaltend geworden sind. Die unter Jürgen Schrempp geschlossene Hochzeit im Himmel mit anschließender Trennung von Chrysler hängt dem Management noch nach. Auch wegen des Ausstiegs bei Mitsubishi, des Scheiterns der Beziehungen zu Hyundai und der nur zarten Bande zu BMW gilt Daimler in der Autowelt als schwieriger Beziehungskandidat. "Der Druck auf Daimler wird immer stärker. Ich glaube, Daimler hat keine andere Chance, als mit einem Volumenhersteller zu kooperieren", sagt Stefan Bratzel, Professor am Center of Automotive in Bergisch Gladbach.
Viel Zeit bleibt nicht mehr. Autoexperte Helmut Becker verweist darauf, dass viele interessante Kandidaten schon vergeben sind. Darunter auch solche wie Suzuki, die - anders als Renault - zugleich den Zugang zu wachstumsstarken Schwellenländern wie Indien sichern. In diesem Fall für Volkswagen.
Mit knapp über zwei Millionen Fahrzeugen pro Jahr gilt der Premiumhersteller Daimler als zu klein, um in Zukunft alleine zu bestehen. Außerdem wird die Marke Mercedes das Geschäftsjahr 2009 mit einem Verlust abschließen. Die endgültigen Jahreszahlen legt das Unternehmen am 18. Februar vor - niemand erwartet eine Sternstunde.

Besonders die Modelle unterhalb der C-Klasse fahren Kennern zufolge Verluste ein. Die Entwicklungskosten sind zu hoch, die Margen zu gering: Ein neues Auto marktfähig zu machen kostet mindestens 1 bis 2 Mrd. Euro. Die hohen Summen könnten sich Renault und Daimler teilen, wenn sie sich zu einer gemeinsamen Kleinwagenfamilie entschließen würden. Zum Beispiel bei Zetsches zweiten Anlauf, smart durch neue Modelle zum Konkurrenten des BMW Mini aufzubauen.
Hier könnten ein künftiger viertüriger smart und die nächste Generation des Renault Twingo die gleiche Plattform nutzen und damit auf einem Band gefertigt werden. Auch beim smart Fortwo wäre Experten zufolge eine Zusammenarbeit nötig: "Wenn es ein Nachfolgemodell geben soll, kann das nicht auf einer eigenen Plattform geschehen", so Experte Bratzel. Ein Alleingang rechne sich nicht.

Fast zehn Jahre lang hatte smart Milliardenverluste eingefahren. Erst 2007, neun Jahre nach Markteinführung, robbte sich die Marke in die schwarzen Zahlen. Im vergangenen Jahr aber fiel der Absatz trotz Abwrackprämie um 13,2 Prozent auf 117.000 Einheiten zurück. Auch die A- und B-Klasse-Modelle schwächeln, die Nachfolger hat Daimler ab 2012 angekündigt. Für diese Generation käme die Renault-Kooperation schon zu spät. Eine gemeinsame Plattform bei der A- und B-Klasse sei nicht vor 2016 realisierbar, so ein Experte. Der Vorlauf für ein neues Modell beträgt im Schnitt vier Jahre.
Nach Informationen aus dem Daimler-Aufsichtsrat ist bisher keine gemeinsame Produktion mit Renault geplant, sondern nur eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung. Demnach soll Daimler die Federführung bei der Fahrzeugarchitektur übernehmen, Renault soll sich um die Entwicklung von Motoren und Getrieben kümmern.

Experte Bratzel kann die Kooperation dagegen nicht weit genug gehen. "Natürlich muss gewährleistet sein, dass die Renault- und Daimler-Modelle komplett unterschiedlich aussehen - nur einfach die eigene Marke aufs Fahrzeug zu kleben, das wäre gefährlich." Schöpfen die Partner ihr Synergien komplett aus, rechnen Berater mit gewaltigen Einsparungen: Auf der Vertriebsseite wären demnach 14,8 Mrd. $ mehr Umsatz, auf der Kostenseite 6,8 Mrd. $ Einsparungen möglich.
Allerdings drohen auch Gefahren. Renault hat kein gutes Image bei der Qualität. Von Mercedes' moderner Technologie würden die Franzosen profitieren. Platzierungen wie im derzeitigen TÜV-Report wären dann vielleicht Vergangenheit: Die Modelle Twingo, Espace und Laguna gehören 2010 zu den schlechtesten ihrer Klasse. Das Thema Qualität könnte zur großen Prüfung der deutsch-französischen Ehe werden.

Quelle:www.ftd.de


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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#2PostPosted: 10. Feb 2010, 22:06 
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Hallo

Der "createur de automobil" mit Daimler zusammen Kleinwagen und Smarts bauen .grübel:
Ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist, obwohl die neuen Renault eigentlich ganz hübsche Autos sind.

Gruß
forsi



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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#3PostPosted: 11. Feb 2010, 11:47 
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Schiffbruch mit Ansage. :-D smart hat mit Mitsubishi einen kompetenten Partner gehabt, den Forfour wollte keiner haben. Grund war meiner Meinung nach nur die Preispolitik von smart, als Jahreswagen hat das Gesamtpaket gestimmt und die Dinger gingen weg wie warme Semmeln.

Da smart sicher nicht von seinem Premium-Preiskonzept abrückt und wahrscheinlich von einem Erfolg à la Mini träumt, wird der nächste Forfour sicher auch kein Verkaufsrenner, aber bestimmt kein schlechtes Auto. ;-)



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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#4PostPosted: 11. Feb 2010, 12:09 
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Preispolitik, anstössige Optik und die verfehlte Werbung. Was heist verfehlte Werbung? Wer kannte den den forfour überhaupt?
Es ist/war ein Auto der einfach nicht jedem gefällt.
Ob die, für einen Kleinwagen, recht große Motoren auch eine gewisse Rolle gespielt haben :denk: Wer weiß?!


Gruß
forsi



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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#5PostPosted: 11. Feb 2010, 12:58 
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Richtig, die Optik war nicht jedermann Sache und war gewöhnungsbedürftig. Allerdings reisst das Tridion-Konzept in meinen Augen alles raus: Sicher, stabil und ganz wichtig, leicht.

Das geringe Gewicht in Verbindung mit dem 1.5er Motor macht den Forfour in meinen Augen konkurenzlos.

Das Ganze in melon-green oder flame-red mit Tridion in titan und 17" Grandstyle. Sieht top aus, ist schnell und sparsam. Was will man mehr?



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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#6PostPosted: 11. Feb 2010, 21:26 
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Ja die Tridion da scheiden sich bei mir auch die Geister, ob das zweifarb Design wirklich immer eine gute Lösung ist?
Über Sicherheit lässt sich nun streiten. Ich meine mich zu erinnern das ein VW Fox besser war im Chrastest allerdings kam der auch erst ein Jahr später.
Trotzdem bei nem Unfall hätte ich lieber meinen um mich als einen Fox und nochmal zum Fox der war nur wenige Kilo schwerer, mehr Platz, war länger, aber nur 3 Türen was ihn ja leichter macht als ein 5 Türer.

Autos man kann stundenlang drüber diskutieren.

coolmaniac wrote:
Das Ganze in melon-green oder flame-red mit Tridion in titan und 17" Grandstyle. Sieht top aus, ist schnell und sparsam. Was will man mehr?


:denk:
Den Sportstyle
:lecker:

Gruß
forsi



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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#7PostPosted: 12. Feb 2010, 10:42 
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forsi wrote:
Autos man kann stundenlang drüber diskutieren.

Oja, das ist wahr. Zur Größe: Ich fand den Forfour gut, weil er eben so kompakt war. Und er hatte neu entwickelte Motoren.

forsi wrote:
Den Sportstyle :lecker:

Na dann aber doch lieber gleich den Schwarzen... Ich hatte mich ja seinerzeit auch für nen forfour interessiert, die Unvernunft hatte dann aber doch gesiegt und ich hab den Roadster genommen. Und das Beste ist, ich lass heute den Brabus regelmäßig für meine 45KW Möhre stehen. Das zum Thema Spassfaktor, ich habs bis heute nicht bereut. :yes:



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 Post subject: Re: Wie Daimler einen Partner sucht
#8PostPosted: 13. Feb 2010, 12:17 
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Die Koooperation mit Renault scheint fast in trockenen Tüchern zu sein. Demnächst muss man sich also entscheiden, ob man nicht gleich nen Twingo kauft. :nee nee: Hier mal der Text aus der auto motor und sport mit ein paar interessanten Details:


Daimler-Renault-Kooperation nimmt Gestalt an

Entwicklung von vier Kleinwagen

Die Gespräche über die geplante Kooperation zwischen Daimler und Renault-Nissan kommen in eine entscheidende Phase. Nach Informationen von auto motor und sport haben sich die Konzernchefs Dieter Zetsche und Carlos Ghosn in wesentlichen Eckpunkten geeinigt.

Allein Detailfragen sind noch zu klären sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu Ende zu führen, weshalb Daimler-Chef Zetsche die Kooperation noch nicht auf der Bilanz-Pressekonferenz am 18. Februar verkünden will, sondern voraussichtlich erst im Mai.

smart und Twingo auf einer Plattform

Nach Informationen von auto motor und sport wollen beide Hersteller künftig den Nachfolger des smart und des Renault Twingo auf der gleichen Plattform bauen. Zusätzlich sollen daraus je eine viersitzige und -türige Variante für smart und Renault abgeleitet werden. Daimler und Renault rechnen damit, die beiden Viersitzer schon 2013 auf den Markt bringen zu können und damit deutlich früher als geplant. Bislang ging smart intern von einem Marktstart 2014/15 aus. Die Optik des neuen Viertürers soll der des Ur-Smart mit seinem Monobox-Design ähneln. Als zusätzliches Differenzierungsmerkmal bekommt er eine erhöhte Sitzposition, einen Heckantrieb und viel Platz.

Um die Kosten weiter zu drücken, planen Zetsche und Ghosn eine gemeinsame Fertigung. Die beiden Viertürer rollen voraussichtlich im slowenischen Renault-Werk Novo Mesto vom Band. Dort werden bislang die Renault-Modelle Clio und Twingo hergestellt. Umgekehrt sollen im Smart-Werk Hambach die Zweitürer smart Fortwo und der neue Renault Twingo gebaut werden. Beide Modelle kommen frühestens 2014 auf den Markt.

Weitere Felder der Zusammenarbeit sehen Renault und Daimler beim Thema Elektroantrieb und bei leichten Nutzfahrzeugen. Die Details sollen nun Martin Zimmermann, Leiter Konzernstrategie bei Daimler, und sein Pendant bei Renault, Jacques Verdonck, ausarbeiten.


Quelle: www.auto-motor-und-sport.de



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